Clouds - How to Internet

howtointer.net
BEGINNER ADVANCED EXPERT DEVELOPER

Clouds

Was eine "Cloud" (eigentlich Cloud-Computing. Cloud = Wolke") genau ist, ist schwer zu erklären. Wenn dir Firmen wie Google oder Apple aber etwas von ihrer Cloud erzählen, meinen sie meist ihren einen Onlinespeicher, auf den du deine Daten hochladen und jederzeit (von jeden Gerät aus) drauf zugreifen kannst.

Vielleicht fragst du dich jetzt, was ein Onlinespeicher ist. Das bedeutet, dass deine Daten auf einen externen Server gelagert werden. Also praktisch "im Internet". Dies hat den Vorteil, dass du immer drauf zugreifen kannst. (Ich weiß, wir haben das vorhin schon erwähnt, aber das ist tatsächlich der größte (und einzige) Vorteil der Cloud.

Für Personen mit schnellen Interzugang, kann eine Cloud etwas sehr praktisches sein, schließlich müsstest du dann nie wieder eine Festplatte mitschleppen, aber für Personen mit durschnittlichen oder langsamen Zugang (und das ist in Deutschland leider die Realität), macht eine Cloud nicht wirklich Sinn.

Außerdem ist der Speicherplatz in der Cloud ziemlich beschränkt. Selten bekommst du kostenlos mehr als 5GB geboten und da alle Daten ins Internet hochgeladen werden, können häufig Firmen und Geheimdienste (oder Hacker) drauf zugreifen.

Es gibt eine ganze Reihe von Cloudanbieter, doch viele haben Defizite in Sachen Sicherheit. Wir werden dir hier die bekanntesten Anbieter und ihre Alternativen zeigen.




Dropbox

Dropbox Startseite

Dropbox ist der größte und bekannteste Cloudanbieter. Er wurde 2007 erschaffen und gehört der US-amerikanischen Firma Dropbox Inc. Das kostenlose Angebot ist auf 2GB beschränkt, für 9,99€ monatlich lässt sich der Speicherplatz auf 1TB (=1000GB) erweitern. Für Unternehmen ist außerdem ein entsprechender Tarif verfügbar.

Nach der Registrierung kannst du deine Inhalte hochladen und sie werden dann synchronisiert, sodass du sie von jeden Gerät ansehen und herunterladen kannst. Außerdem hast du die Möglichkeit Ordner zu erstellen und sie anderen Personen freizugeben, die dann ebenfalls drauf zugreifen können.

Dies geht auch mit einzelnen Inhalten (Nützlich für Gruppenarbeiten und ähnlichen). Dropbox ist verfügbar für Windows, Android, IOs, BlackBerry, WindowsPhone und über die Weboberfläche. Dropbox verschlüsselt deine Daten zwar mit AES, allerdings wird der Schlüssel auf deren Servern gespeichert, sodass Dropbox Mitarbeiter Zugriff auf deine Daten haben.

Da die Dropbox Server in den USA stehen, kann auch der Geheimdienst NSA auf deine Daten unbeschränkt zugreifen. Außerdem gab es in vergangener Zeit immer wieder kritische Sicherheitslücken bei Dropbox. Sensible Daten solltest du also entweder zusätzlich verschlüsseln (zb. mit Veracrypt) oder besser gar nicht hochladen.

OneDrive

OneDrive ist ein Online-Datenspeicherungsdienst (eine Cloud) der Firma Microsoft Inc., welche ihren Sitz in den USA hat. Wie auch bei anderen Cloudanbietern kannst du Daten hochladen, von überall drauf zugreifen und sie mit anderen Benutzern teilen.

Das kostenlose Angebot beschränkt sich auf 15GB Speicherplatz, beim Kauf von Office365 werden 1TB freigeschaltet. OneDrive lässt sich über eine Weboberfläche aufrufen, sowie über Applikationen für Windows, WindowsPhone, Android und IOs. Außerdem ist OneDrive als Speicher im Explorer ab Windows 8.1 integriert.

Alle Datein die auf OneDrive hinterlegt werden, werden allerdings zentral durchsucht. Mitarbeiter haben also offensichtlich vollen Zugriff auf deine Daten und da die Server in den USA stehen ist zu erwarten, dass Geheimdienste auf diese zurückgreifen können. Du solltest sie daher (genau wie bei Dropbox) besser selbst verschlüsseln oder am besten gar nicht hochladen.

OneDrive wird vermehrt in Schulen eingesetzt, da es laut den hessischen Datenschutzbeauftragten angeblich "sicher" ist. Dies ist allerdings tatsächlich nicht der Fall, wie Dokumente des Whistleblowsers Edward Snowden belegen.

ICloud

Die ICloud ist eine Cloud des US-Unternehmens Apple Inc. Bei ICloud kann man seine Daten hochladen und auf maximal 10 verschiedenen Geräten synchronisieren. Es lassen sich Mails, Kalendereinträge, Kontakte, Fotos, Dokumente und Einstellungen hochladen.

Im ITunes-Store gekaufte Inhalte wie Musik, Filme und Bücher werden ebenfalls synchronisiert, jedoch wird ihr Speicherplatz nicht mit ein berechnet.

Ein klassicher Cloudanbieter ist ICloud nicht, denn nicht jeder kann den Dienst benutzen. Ein Apple IOs (oder Mac OS) Gerät, ist zwingend notwendig. Daten auf diesen Geräten können automatisch hochgeladen werden und somit kann ICloud auch als Backup-Dienst dienen. Durch die direkte Systembindung, gibt es auch Dienste wie "Mein IPhone suchen", die es dir ermöglichen dein IPhone zu orten, solltest du es mal verlieren.

Kostenlos stehen dir dort 5GB zur Verfügung. Die Sicherheitsanforderungen sinnt bei der ICloud allerdings nicht sehr hoch. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Sicherheitslücken und Apple behält sich in seiner ABG vor, deine Daten entschlüsseln zu können und sie an Dritte weiterzugeben. Es ist davon auszugehen, dass Geheimdienste Zugriff auf deine Daten hätten. Du solltest also besser keine personenbezogenen Daten hochladen.

Google Drive

Die Startseite von Google Drive

Google Drive ist Googles eigenes Cloudangebot. Auch hier lassen sich Daten hochladen, teilen und man kann von jeden Ort drauf zugreifen (solange man eine Internetverbindung hat :P). Der kostenlose Speicherplatz beschränkt sich auf 15GB. Mehr Speicher (bis zu 30TB) muss man sich zusätzlich dazukaufen.

Als Besonderheit gegenüber anderen Cloudanbietern lassen sich in der Weboberfläche Dokumente erstellen. Drive bietet dafür Funktionen zur Textbearbeitung, Tabellenkalkulation, Bildschirmpäsentationen, Formulare (Umfragen) und für Zeichnungen zur Verfügung. Diese lassen sich auch für andere Benutzer freigeben oder gar vollkommen veröffentlichen, sodass jeder die Dokumente auch über Suchmaschinen finden kann.

Wenn du sie mit anderen teilst, werden jegliche Änderungen online gespeichert und für alle Mitarbeiter sichtbar gemacht. Die Funktionen reichen allerdings nicht an das Microsoft Office Paket oder OpenOffice ran.

Doch auch bei Google Drive gibt es Probleme mit der Datensicherheit. Da Google ein US-Unternehemen ist, und seine Server in den USA stehen, hat der Geheimdienst NSA und der GCHQ Zugriff auf deine Daten.

SpiderOak

SpiderOak ist ein US-amerikanischer Cloudanbieter, der besonderen Wert auf die Privatsphäre seiner Nutzer legt. Wie auch bei anderen Anbietern, kannst du Datein hochladen und mit anderen Benutzern teilen. Hierbei konzentriert sich Spideroak auf die Erstellung eines BackUps deiner Daten.

Du kannst so zum Beispiel festlegen, welche Daten gesichert werden sollen (Musik, Bilder, Dokumente) und dann verwendet SpiderOak deine bereits vorhandene Ordnerstruktur.

Um Datenmengen zu sparen, benutzt der Service das Prinzip der Deduplikation. Das bedeutet auf Deutsch, dass bei einen erneuten Backup nicht alles neu hochgeladen wird, sondern jedeglich Änderungen.

Wenn du nun zum Beispiel eine Tabelle mit 50 Einträgen hochlädst und einen Monat später dieselbe Tabelle mit 65 Einträgen hochlädst (also 15 mehr), werden nicht alle Einträge hochgeladen, sondern nur die neusten 15 hinzugefügt.

Der Hauptvorteil von SpiderOak ist jedoch seine standartmäßige Verschlüsselung. Alle Dateien werden bereits vor den Upload mit AES256 verschlüsselt und die Passwörter (-ebenfalls verschlüsselt-) auf den SpiderOak Servern gespeichert. Es haben also selbst die Mitarbeiter keinen Zugriff auf deine Daten und die NSA sollte ihn auch nicht haben. Dies nennt man einen "Zero-Knowledge-Ansatz". Für diesen hat sogar der Whistleblower Edward Snowden den Dienst gelobt.

Der Nachteil davon ist allerdings, dass dir kein neues Passwort zugesendet werden kann, solltest du es mal vergessen und außerdem solltest du bedenken, dass es sich bei SpiderOak um ein US-amerikanisches Unternehmen handelt und damit US-Recht unterliegt.

Dies bedeutet, dass in Rahmen der "National Security Letters" die Regierung den Dienst dahin beeinflussen kann, Sicherheitslücken in ihre Verschlüsselung einzubauen. (Und dann hätten doch fremde Personen Zugriff auf deine Daten.)

Kostenlos stehen 2GB Speicherplatz zur Verfügung. Ein Upgrade auf 30GB kostet monatlich 7$ und 1TB ist für monatlich 12$ erhältlich.

Tresorit

Tresorit ist ein Schweiz-ungarischer Cloudanbieter, der hochgeladenen Inhalte automatisch verschlüsselt. Wie auch bei anderen Anbietern kannst du Inhalte hochladen und von allen möglichen Geräten und Orten aus aufrufen.

Jedoch wird vor den Upload jede Datei verschlüsselt und der "Schlüssel" wird dabei niemanden zugänglich gemacht, sodass auch Mitarbeiter keinen Zugriff auf deine Daten haben. Dasselbe sollte für Geheimdienste und den Staat gelten, denn deine Daten unterliegen den strengen Schweizer Datenschutzrecht und auch die Geheimdienste sollten die Verschlüsselung nicht knacken können.

Der größte Unterschied zu anderen (verschlüsselten) Cloudanbietern ist, dass die Daten noch lokal verschlüsselt werden und der "Schlüssel" den Benutzer nie verlässt. Dies erhöht die Sicherheit deiner Daten, hat allerdings den Nachteil, dass Tresorit keine Weboberfläche hat, sondern nur über einen Client abrufbar ist.

Dieser ist für Windows, Mac, Android, Windows Phone 8, iOS und BlackBerry OS verfügbar. Eine Verison für Linux soll bald folgen. Kostenlos sind 3GB verfügbar und für 10€ monatlich kann man auf 100GB Speicher erweitern. Wir benutzten Tresorit ebenfalls und können den Dienst nur empfehlen.