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Vermeide Spam

Als „Spam“ bezeichnet man unerwünschte Nachrichten, welche auf elektronischen Wege versendet werden. Meist meint man damit allerdings Werbe-E-Mails. Oft enthalten diese auch Anhänge, welche Malware verbreiten können oder sie locken durch fragwürdige Angebote auf viel Geld mit wenig Aufwand.
Als ein wesentliches Merkmal von Spam gilt auch, dass er an mehrere Empfänger gerichtet ist.

Welche Arten von Spam gibt es?

Grundsätzlich kann man zwischen drei Arten von Spam unterscheiden. Die erste und „harmloseste“ Art, sind unerwünschte Werbeanzeigen.
Meist sind dies Angebote für fragwürdige Produkte wie Potenzmittel, Pornographie, Penisvergrößerungen, Glücksspiel oder Medikamente. In den allermeisten Fällen handelt es sich bereits hierbei jedoch um Betrugsversuche. Man kann nicht erwarten, dass man die Ware tatsächlich bekommt.

Die zweite Art sind Mails, die mit vermeintlich guten Angeboten locken (sehr viel Geld mit wenig Aufwand). Oft werden dir hierbei Geschichten erzählt, die auf dein Mitleid abzielen und dich so aufrufen, Geld zu überweisen.

Dir dritte Art sind Nachrichten, die von vermeintlich seriösen Anbietern kommen und dich zum Beispiel auffordern, irgendwo zu klicken, um dein Passwort zu ändern. (Zum Beispiel Schreibt dir Info@faceb0ok.com) . Dann wirst du auf eine Seite geleitet, die genauso aussieht, wie die original Seite. Wenn du jedoch dort deine Daten eingibst, landen sie nicht beim richtigen Anbieter, sondern bei Hackern. Diese haben dann dein Passwort oder gar deine Bankdaten. Diese Form des Betruges wird als „Pishing“ (Password Fishing) bezeichnet.

Die besondere Gefahr besteht dabei oft auch, dass diese Nachrichten personalisiert sind, also deine Namen oder deine Adresse enthalten, und daher auf den ersten Blick vertrauenswürdig erscheinen.
Übrigens: Vielleicht ist es dir schon aufgefallen aber die oben genannte E-Mail-Adresse hat eine 0 („null“) anstatt eines „O“s in der Domain. Oft verwenden Betrüger solche Adressen, da sie sich auf den ersten Blick gar nicht von den Richtigen unterscheiden.

Wie erkenne ich Spam?

Spam erkennst du meist schon am Inhalt. Wenn du Werbung für unerwünschte Produkte bekommst, die erstaunlich günstig sind, solltest du die Mail sofort löschen.
Und auch im Internet liegt das Geld nicht auf dem Boden rum. Man muss immer für etwas arbeiten und es gibt keinerlei Möglichkeiten, mit wenigen Klicks große Gewinne zu machen. Wenn du Angebote bekommst, die im realen Leben misstrauisch machen würden, solltest du auch im Internet dementsprechend umgehen. Viel Geld mit wenig Aufwand ist einfach nicht möglich. Hierbei hilft es auch den Absender zu kontrollieren. Kennst du ihn? Wenn nicht, weg damit.

Die dritte Art des Spams („Pishing“) ist deutlich schwieriger zu erkennen. Aber auch hier hilft ein genauer und kritischer Blick auf den Absender. Oft werden „O“s mit Nullen vertauscht oder man verwendet griechische Buchstaben, die genau identisch aussehen. Auch die in den Mails vorhandenen Links sind nach diesem Prinzip gefälscht, oder es wird mit JavaScript verhindert, dass man die Adressen lesen kann.

Diesen Link kannst du jedoch auch schon vor dem Anklicken lesen. Pishing Mails sind meist im HTML Format. Klicke in deinen E-Mail Client die richte Maustaste und wähle „Quelltext anzeigen“.
Sei am besten generell kritisch. Eine seriöse Firma, wird dich nie über eine E-Mail auffordern, irgendwelche Daten zu ändern.

Wie gehe ich damit um?

Nachdem du den Spam erkannt hast, solltest du ihn unbedingt löschen. Es gibt in der Regel keine Möglichkeit, diesen Spam abzustellen oder juristisch dagegen vorzugehen. Sollte dein Postfach hoffnungslos zu gemüllt werden, ist das Anlegen eines neuen Accounts häufig die einzige Lösung.

Außerdem solltest du niemals Anhänge herunterladen! Mache dies nur, wenn du dir ganz sicher bist, dass du den Absender kennst. Auch vermeintliche .pdf Dateien oder Bilder können Skripte enthalten, welche schädliche Viren oder Trojaner auf deinen Computer installieren.

Wie vermeide ich Spam?

Hilfreich ist hier auf das Anlegen einer zweiten E-Mail-Adresse und die Benutzung von sogenannten „Wegwerf-Adressen“. Sinnvoll ist eine Trennung in drei Postfächer.
Einmal deine Haupt-email, welche du für den Beruf, Vereine, Freunde, usw. verwendest. Also Dinge die einen Bezug zu deinen echten Leben haben.
Die zweite Kategorie wäre die Registrierung bei Online-Diensten wie Twitter, Facebook, Netflix, Amazon und co. Da du dort auch persönliche Daten angibst, und die Mail auch brauchst, um dein Passwort zurückzusetzen, ist hier trotzdem ein gewisser Standard an Sicherheit nötig.
In die dritte Kategorie fallen Webseiten, bei denen du dich nur kurz registrieren willst und nicht vorhast, dort persönliche Daten anzugeben. Zum Beispiel für Online-Spiele)

Die Startseite von Trash-Mail.com

Der größte Anbieter ist hierbei Trash-Mail.com. Diese Adressen kannst du dir frei aussuchen und heißen zum Beispiel Name@trash-mail.com und sind für jeden auf Seiten wie trash-mail.com aufrufbar. (Es gibt aber auch viele andere Anbieter). Jeder kann solche Adressen verwenden und auf diese zurückgreifen, weshalb sie natürlich kein Ersatz für eine echte Mailadresse sind. Es gibt sie neuerdings auch in einer passwortgeschützten Version, auf die nur du zugreifen kannst.

Erstellen einer neuen geschützten Adresse

Der Posteingang
E-Mails lesen und schreiben ist auch möglich.

Die oben genannten Trash-Mail Adressen haben den Nachteil, dass sie mangelnde Funktionen und Sicherheitsstandards und Funktionen haben und du sie daher auch nur für Accounts benutzen solltest, bei denen du keine persönlichen Daten angibst und sie nicht dauerhaft benutzen möchtest.
Viele Anbieter sperren außerdem Trash-Mail Adressen.

Die bessere Alternative ist da einfach eine zweite kostenlose Mailadresse zu erstellen, die du verwendest um dich bei allen möglichen Webseiten zu registrieren. Du kannst bei fast allen großen Freemail Anbietern auch „anonym“ eine E-Mail-Adresse erstellen, indem du einfach falsche Angaben machst. Deine zweite Mail muss also nicht name.vorname2@mail.com heißen. Baumstumpf5@mail.com tut es genauso. Zurzeit wird auch kein Anbieter deine Hausnummer oder deinen Namen überprüfen.